Mumu & Memme: „Männerkultur“ in Deutschland
Frau Lena Lackermeier berichtet bei „Focus“-Online über einen Disput zwischen dem Linken-Chef Jan van Aken und dem grünen Bundeslandswirtschaftsminister Cem Özdemir. In der Sendung „Berlin direkt“ hatte van Aken behauptet, „Männerkultur“ sei ein deutsches Problem, kein muslimisches.
In den sozialen Netzwerken drehten gleich alle am Rad. Weil ich in Deutschland aber schon lange keine „Männerkultur“ mehr erkennen kann, interessierte mich, wer mit „Männerkultur in Deutschland“ was genau gemeint hatte.

Frau Lena Lackermeier schrieb: „Linken-Chef Jan van Aken griff am Sonntag bei „Berlin direkt“ die Debatte um patriarchale Strukturen auf, welche Cem Özdemir angestoßen hatte. Van Aken widersprach dem Grünen-Politiker vehement.
Linken-Chef Jan van Aken positionierte sich in ‚Berlin direkt‘ am Sonntag in der Debatte um patriarchale Strukturen in Deutschland. Er sagte: ‚Ist es wirklich so, dass wir in Deutschland nicht so eine patriarchale Struktur haben? Ich glaube, zehn Minuten auf dem Oktoberfest und Sie verabschieden sich von der Idee, dass es die islamischen, die muslimischen Gemeinden sind, die eine Männerkultur haben. Die haben wir leider in Deutschland auch ganz stark.‘
Özdemir entfachte Debatte über patriarchale Strukturen
Zuvor hatte Grünen-Chef Cem Özdemir Ende September in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ Gewalt von Männern mit Migrationshintergrund gegen Frauen als reines Migrationsproblem bezeichnet. Dem widersprach van Aken nun in der ARD-Sendung: Man müsse sich nur einmal auf dem Oktoberfest umsehen. Auch dort erlebe man eine starke deutsche ‚Männerkultur‘. Das Problem sei kein muslimisches, sondern ein deutsches, so van Aken. Der Linken-Chef warf Özdemir ‚Stimmungsmache‘ vor.“
Struktur & Kultur
Um es vorwegzunehmen: In Deutschland noch von einer „Männerkultur“ und „patriarchalen Strukturen“ zu reden, ist schwer daneben. Deutsche Männer sind die „Deppen des Matriarchats“, wenn man so will. Domestizierte Punzenfiffis und Beischlafbettler, so weit das Auge reicht. Allein, daß sie sich noch über eine „Männerkultur“ unterhalten, legt nahe, daß sie sich mit derselben Inbrunst recht kritisch über eine Fata Morgana auseinandersetzen würden. Es ist vollkommen lächerlich. Ganz egal, was man sich unter einer „Männerkultur“ vorzustellen hätte: Gäbe es eine, dann gäbe es die folgende Erscheinungen sicherlich nicht. Und die sind nur eine kleine Auswahl.
1. Die Diskrepanz in der durchschnittlichen Lebenserwartung von Männern und Frauen stieg im vergangenen Jahrhundert von anderthalb Jahren im Jahre 1920 zugunsten der Frauen auf fünf bis sechs Jahre im Jahr 2020 an. Bereits die sogenannte Klosterstudie stellte vor einem Vierteljahrhundert fest, daß Mönche und Nonnen in ihren jeweiligen Klöstern etwa gleich alt werden. Die Diskrepanz bei ihrer durchschnittlichen Lebenserwartung lag gerade noch bei sechs Monaten, auch hier zugunsten der Nonnen.
2. In sämtlichen Altersgruppen übersteigt die männliche Suizidrate die weibliche deutlich, in einigen Altersgruppen sogar um ein Vielfaches. Im hohen Alter liegt das Verhältnis sogar bei 9:1.
3. Es gibt den Frauenarzt, aber keinen Männerarzt.
4. In Sorgerechts – und Unterhaltsfragen nach einer Scheidung ziehen Männer durch die Bank den Kürzeren.
5. Es gibt die Mumuqualifikation („Frauenquote“) aber keine Pimmelqualifikation („Männerquote“). Würde man allerdings von einer Männerquote in bestimmten Berufen reden, dann läge die bei annähernd 100 Prozent – und zwar ausschließlich in solchen Berufen, für die keine feministische Mumu jemals eine Frauenquote fordern würde: Gerüstbauer, Industrietaucher, Müllabfuhr, Straßenbau usw.usf..
Um es kurz zu machen: In einer Gesellschaft, in der Jungen und Männer derartig die Arschkarte gezogen haben, überhaupt noch von einer „Männerkultur“ daherzusalbadern, ist schon deshalb schwer daneben, weil man bei „Männerkultur“ unwillkürlich voraussetzen würde, daß es sich um eine Kultur handeln muß, die für Männer funktioniert. Sie funktioniert aber nicht für Männer. Ganz im Gegenteil. Deutschland ist ein Land, in dem Frauen das Recht haben, sich jederzeit despektierlich, ja abfällig über Männer zu äußern. Niemand bezeichnet das als Männerfeindlichkeit. Im umgekehrten Fall spräche man jedoch von „Frauenfeindlichkeit“. Gäbe es in Deutschland ab morgen irgendeine „Männerkultur“, dann hätte die angesichts der herrschenden Zustände ganz automatisch „frauenfeindlich“ zu sein. Gemeint wäre natürlich „antifeministisch“. Das ist ja auch die nächste Merkwürdigkeit: Daß sich nirgendwo Widerspruch gegen den feministisch-impertinenten Anspruch regt, als politisierte Östrogenalglucke für ausnahmslos alle Frauen begriffen zu werden.

Muslimische Männerkultur?
Als abendländisch sozialisierter Deutscher von einer muslimischen Männerkultur zu reden, wäre ebenfalls daneben. Besonders kultiviert finde ich deren Umgang mit Frauen keinesfalls. Da gibt es furchtbar hässliche Details. Nicht wegdiskutieren läßt sich allerdings die Tatsache, daß muslimische Frauen im Normalfall ihren Männern nicht nach Belieben auf der Nase herumtanzen. Deshalb würde ich eher von viriler Durchsetzungskraft reden, als von muslimischer Männerkultur. Allerdings: Auch der kleine Mohammed und der kleine Ali werden von ihrer Mama erzogen. Das ist etwas, worüber deutsche Feministinnen lieber nicht reden wollen: Daß es nicht nur Männermoslems gibt, sondern auch die Muslima, die vollkommen einverstanden ist mit den Gebräuchen, die im islamischen Besiedlungsraum gelten. Besonders deutlich kann man das sehen an jenen Frauen, die sich aus Überzeugung an der genitalen Beschneidung ihrer eigenen Töchter beteiligen oder diese sogar selber durchführen.
Obwohl man nun schwerlich die Kultur der deutschen Punzenfiffis und Beischlafbettler als „Männerkultur“ begreifen kann, weil sie, egal, was man sich unter „Männerkultur“ vorzustellen hätte, schlicht keine „Geschlechterkultur“ mehr haben: Die virile Durchsetzungskraft der Moslems in Kombination mit ihrer Fortpflanzungsrate auch in Deutschland, wird bald dazu führen, daß sich sämtliche Debatten zur „Männerkultur“ erledigt haben. Es ist ja auch bemerkenswert: Als die Amis noch groß in Afghanistan unterwegs gewesen sind, frohlockte es im deutschfeministischen Blätterwald, afghanische Frauen hätten diese „Männerdomäne erobert“ und jene „Männerbastion geschleift“. Als die Amis dann Knall auf Fall das Land am Hindukusch verlassen hatten im August 2021, stellte sich heraus, daß die afghanischen Frauen keine der zuvor eroberten Männerdomänen und keine der geschleiften Männerbastionen auch nur halten konnten. Nach gut einer Woche war Schluß mit dem femiöstrogenalen Held:innentum.
Der Grund dafür, daß man sich in Deutschland überhaupt solche Geschlechterdebatten leistet, ist der Staat. Genauer: Der Linksstaat. Feminismus ist ein Derivat der generalegalitaristischen Hirnschmelze. Ohne den Staat als Krücke könnten sich Feministinnen niemals durchsetzen. Frauen müssten wieder mit der Tatsache leben, daß sie mit den Männern zusammen den Menschen im Sinne von „die Menschheit“ ergeben – und daß es dabei ein paar Tatsachen zu berücksichtigen gälte, die sich niemals ändern werden. Eine davon ist, daß sie ohne den Staat als Stütze keinesfalls das durchsetzungsfähige Geschlecht wären und daß es deshalb ratsam wäre, sich nicht auf einen Konfrontationskurs den Männern gegenüber einzulassen. Im Allgemeinen sind Frauen den Männern schon ihrer Anatomie wegen sympathisch. Besonders clever ist es für das schwächere Geschlecht daher nicht, sich diese Sympathien durch das Spazierenführen seines impertinenten Mundwerks zu verscherzen. Es gibt keinen gesunden Mann, der beim Anblick eines steilen Zahnes an philosophische Diskussionen oder eine Partie Schach denkt, weil ihn interessiert, was im Kopf des steilen Zahnes vor sich geht. Das ist auch gut so. Schließlich geht es bei der menschlichen Zweigeschlechtlichkeit nicht um abgehobene Klugscheißereien, sondern um Fortpflanzung, mithin also um den Fortbestand der menschlichen Rasse. Das Schöne könnte sein, daß das spielerische, humorvolle und augenzwinkernde Formen annimmt und auf Wertschätzung für das beruht, was der jeweils Andere in seiner ganzen Kreatürlichkeit eben ist: Das andere Geschlecht. Wie schön, daß es das gibt.
Was nun die deutsche „Männerkultur“ angeht: Es gibt keine mehr. Die feministische Diskurshoheit ist total und sie ist totalitär. Der Moslem, der sich darauf einließe, müsste schwer einen an der Klatsche haben. Es gilt: Lieber selbst totalitär sein, als sich dem Totalitarismus der Schwächeren zu beugen. Schön ist das zwar auch nicht, aber vergleichsweise rational ist es allemal. Sowohl Jan von Aken als auch Cem Özdemir „argumentieren“ im luftleeren Raum.



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