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Deutschland: Ein Patriot packt aus

Wofür das Land gehalten wird, in welchem „die Menschen in Deutschland“ leben, konnte man dieser Tage bei der Ankunft des Regierungsfliegers der Außenfeministin Baerbock in Malaysia sehen. Um ein begrüßenswertes Land kann es sich nicht handeln. Es war niemand erschienen, um der Außenfeministin am Flughafen einen herzlichen Empfang zu bereiten. Einen roten Teppich gab es auch nicht. Keine Staatskarosse, die in der Nähe des Regierungsfliegers auf dem Rollfeld gewartet hätte, kein Blumenstrauß. Außer ein paar wenigen Fotografen und dem perplexen Geschau von La Baerbock war da nichts. Egal, auf welchem Flughafen „Trampolina“ die Gangway heruntergehoppelt kommt: Nirgendwo eine Menschenmenge hinter Absperrgittern, die ihr mit strahlenden Gesichtern fähnchenschwenkend zujubeln würde: „We love you, Annalena!“. Niemand auf der Welt liebt Annalena Baerbock aus Deutschland. Die arme Frau.

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Ankunft in Malaysia: Annelena Baerbock – Screenshot Facebook

Robert Habeck ließ dieser Tage einen Regierungsflieger leer bis nach Indien fliegen, um sich dort abholen zu lassen. Kein Mensch weiß, warum. Die Spekulationen schießen ins Kraut. Kann er vielleicht mit Indien so wenig anfangen wie mit seinem Vaterland? Wenn ja, warum ist er dann nicht dortgeblieben? Sein ungeliebtes Ministergehalt hätte er sich doch bestimmt auch nach Indien überweisen lassen können. Warum wollte er also nach Deutschland zurück? Und warum nicht auf einem Linienflug? Wegen der Flugscham? Wollte er nicht, daß andere Fluggäste sehen wie er sich schämt? – Fragen über Fragen.

Der Bundeskanzelnde äußerte dieser Tage die Ansicht, die deutsche Wirtschaft sei stark. Parallel dazu häufen sich in der Presse die Meldungen über die Insolvenzen namhafter Firmen. VW will drei Werke schließen, Recaro ist pleite, BBS ist pleite, Flex ist pleite, die BASF gibt nach und nach Ludwigshafen auf, die Pflegeversicherung ist so gut wie pleite, bei den Krankenkassen sieht es nicht viel besser aus – und meinereiner erhält dieses Jahr zum ersten Mal einen Grundsteuerbescheid für ein Gartengrundstück außerhalb der Stadt in Höhe von 600 Euro. Soll ich zahlen. Weil ich dort angeblich Forst- und Landwirtschaft betreibe. Im Jahr 1987 hatte dasselbe Finanzamt den Wirtschaftswert des Grundstücks mit 58,- DM angesetzt, woraus dann ein Grundsteuerbescheid in Höhe von 0,- DM resultierte. Seit den Anfangssiebzigern des vergangenen Jahrhunderts befindet sich das Grundstück im Besitz der Familie. Nichts hat sich geändert in all den Jahren. Es ist ein Gartengrundstück außerhalb der Stadt. Noch nie wurde dort – außer Vogelgezwitscher – irgendetwas produziert. Auf einmal werden jetzt 600,- Euro Grundsteuer fällig. Anruf beim Finanzamt: Dort findet kein forst- oder landwirtschaftlicher Betrieb statt. Wollen Sie Grundsteuerbescheide aufgrund falscher Voraussetzungen verschicken? Die falsche Voraussetzung wurde beim Finanzamt noch nicht einmal bestritten. Antwort: Wir könnten es auch als privates Gartengrundstück deklarieren. Dann fiele die Grundsteuer allerdings noch höher aus. Seien Sie froh, daß wir Ihnen einen forst- und landwirtschaftlichen Betrieb unterstellen. Von Null auf Sechshundert also wegen nichts. Was ist eine Kleptokratie?

Stichwort „Fahrradwege in Peru“: Der deutsche Steuerzahler finanzierte mit über 80 Millionen Euro Solaranlagen auf den Dächern marokkanischer Moscheen, wie dieser Tage herauskam. Milliarden für das Kleptokraten- und Hehlerregime in Kiew. Die Autobahn 45 zwischen dem Seligenstädter Dreieck und dem östlichen Ruhrgebiet ist seit zehn Jahren nicht mehr durchgängig zu befahren, weil: Die abgerissene Brücke bei Werdohl. Die provisorische Ersatzbrücke ist inzwischen ebenfalls nicht mehr sicher und wurde gesperrt. Überhaupt Brücken: Marode. Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 im Sommer: Bis heute ist das Ahrtal nicht wiederhergestellt. Der Hauptbahnhof in Frankfurt – eine unsichere Gegend für jeden Reisenden. Polizei, so weit das Auge reicht. Frankfurt am Main: Eine deutsche Metropole, in der die Autochthonen nur noch die größte Minderheit stellen. Von wegen Hessenland, Äppelwoi und Blauer Bock. Explodierende Gewaltkriminalität, überproportional häufig geschuldet solchen „Schutzsuchenden“, denen in Deutschland „Schutz“ gewährt wurde und die unter Umständen sogar „Urlaub von der Schutzsuche“ in ihrem Herkunftsland machen. Die Auflistung deutscher Merkwürdigkeiten ließe sich schier beliebig lange fortsetzen. Allmählich wird klar, weshalb der Deutsche in der internationalen Presse seit wenigstens 150 Jahren mit einer Schlafmütze auf dem Kopf und einer trübe flackernden Talgfunzel in der Hand karikiert wird. Na gut, heute ist er Demokrat und Souverän. Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix. Liebe ich Deutschland? – Jein. Das Land, die Landschaften, seine historischen Bauwerke, die alten Sagen, die literarischen Größen und das alles: Ja. Die heutigen Deutschen? – Nein. Insgesamt also „Jein“.

Solidarität

Inzwischen ist es sogar so, daß ich die heutigen Deutschen nicht nur nicht liebe, sondern daß ich sie seit einem guten Jahr regelrecht verachte. Sie stehen schon wieder an der Seite von Völkermördern, Folterknechten und Kriegsverbrechern. Sie diffamieren jeden ihrer Landsleute, der dabei nicht mitmacht, wahlweise als Antisemiten, Moslemfreund, Judenhasser oder Linksextremisten. Sich selbst begreifen sie dabei als „die Guten“. Weil sie in der „menschlichen Gesellschaft“ leben.

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Für die Guten gestorben: Mädchen in Nord-Gaza am 28.10.2024 – Screenshot Facebook

Ihre Milliarden für die Ukraine geben sie gern, dienen sie doch dem Kampf gegen „das Böse“. Ich weiß nicht mehr, weshalb es gut sein soll, daß Deutsche wählen gehen. Nicht und nicht wollen sie wahrhaben, daß diejenigen, die zur Wahl stehen, das Resultat einer Vorauswahl sind, mit der sie rein gar nichts zu tun hatten. Nicht und nicht wollen sie wahrhaben, daß sie eigentlich keine Parteien zwischen sich und ihren Volksvertretern bräuchten. Die alte Kunigunde schafft nicht einmal mehr die 500 Meter bis zum Edeka-Markt auf ihrem klapprigen Hollandrad, ohne sich vorher ein Helmchen aufzusetzen. Wegen der Sicherheit. Weil Sicherheit das geilste überhaupt ist und weil ihr das alberne Helmchen „das Leben rettet“. Die Sicherheitsexperten behaupten das. Die „die Wissenschaft“ hat es bestätigt. Folglich wird es wohl stimmen. Sinn und Zweck einer dreispurigen Autobahn in Kombination mit dem Rechtsfahrgebot: Unbegreiflich geworden. Ein völliges Mysterium. Wer schneller fährt, als der notorische Mittelspurblockierer, ist ein unverantwortlicher Raser. Wer sich keine mRNA-Plörre gegen eine Pandemie in die Venen jagen lassen will, die nie eine gewesen ist, gilt als unvernünftig. An der Plörre zu verrecken – das ist vernünftig! Wer einen Deppen als Deppen und eine verkommene Drecksau als verkommene Drecksau bezeichnet, gilt wegen der fehlenden Sozialvertäglichkeit seiner Äußerungen als asozial und unkultiviert. So sagen jedenfalls der Depp und die Drecksau. Sie sind berechtigt, sich beleidigt zu fühlen. Wären sie dazu nicht berechtigt, würden sie sich irgendwie anders fühlen. Von den Herzlosen zu Unrecht ungeliebt, wahrscheinlich. Emotional im Stich gelassen. Weil sie verkannt worden sind.

Wir alle gemeinsam & zusammen

Der gesellschafliche Zusammenhalt („wir müssen, wir brauchen & wir dürfen nicht“) und die Spaltung dieses Zusammenhalts: Eine Fata Morgana. Der heutige Deutsche beklagt sich gern über die Spaltung von etwas, das längst pulverisiert worden ist. Weil er „Pulver“ nicht wahrhaben will. Sein Pulver heißt schließlich „Gesellschaft“. Und er ist ein wichtiger Teil davon. Ha-ha-ha! Gottseidank habe ich Humor, durchaus auch einen schwarzen. Wegen der humorigen Vielfalt. Eine bessere Zukunft will er schaffen für die kommenden Generationen, der heutige Deutsche. Ausgerechnet er. Er versucht es dadurch, daß er gar keine künftigen Generationen mehr zeugt und zur Welt bringt. Aber: „Bessere Zukunft“ und „künftige Generationen“ im besten Deutschland, das es je gegeben hat. Der hochpolitische SPD-Bundespräsident, der seiner Jobbeschreibung nach eigentlich über den Niederungen der Parteipolitik zu stehen hätte, zeichnet derweilen denjenigen mit einem Orden aus der Blechstanzerei aus, der für die „bessere Zukunft der kommenden Generationen“ jene Pipeline sprengen ließ, an der eine „bessere Zukunft“ im Rahmen des Möglichen gehangen hätte. „Unser Land“, in dem „wir alle gemeinsam & zusammen gut und gerne leben“ wird derweilen mit grottenhäßlichen Windkraftanlagen verspargelt, die obendrein auch noch mehr „Umwelt“-Probleme generieren, als sie beseitigen. Aber „wir alle gemeinsam & zusammen“ sind nach wie vor ein Kulturvolk, das Werte hat, welches es verteidigen muß mit den „Freunden, Verbündeten & Partnern“. Ebenfalls gemeinsam und zusammen. Wer es nicht glaubt, dem muß ein Zeichen gesetzt werden („wir müssen ein Zeichen setzen“). Meine deutschen Landsleute sind eben die personifizierte Liebenswürdigkeit. Und so klug, auch. Weil es Tradition ist.

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