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Deutsche Prognosen: Wieder daneben

Der deutsche Mediensumpf schäumt am heutigen Tage. Wieder einmal sind alle Wahlprognosen zu Makulatur geworden. Was heißt „Makulatur“? – Das Internet vergißt nichts. Immer öfter lassen sich daher apodiktische Äußerungen von früher anhand des tatsächlichen Ist-Zustandes später auf die Glaubwürdigkeit derjenigen hin überprüfen, die solche Prognosen abgegeben hatten. Inzwischen kann man auf eine lange Reihe von Fehlprognosen zurückblicken.

Joachim Nikolaus Steinhöfel bei „X“: „Das Oberkommando der Öffentlich-Rechtlichen gibt bekannt, dass unser Meinungsführer Elmar Theveßen heute Nacht in seinem Befehlsstand im ‚heute-journal‘-Studio, bis zum letzten Atemzuge gegen Donald Trump kämpfend, gefallen ist. – Frei nach Claudio Casula.

ZDF-heute mit diesem Theveßen-Brecher:

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Ist es doch so schlimm? – Screenshot Facebook

Einer der typischen Meinungsmacher im deutschen Mainstream-Mediensumpf ist auch Mario Sixtus, ein äußerst gefragter Medienmensch. Auch er brillierte mit seinen Prognosen.

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Satz mit Sixtus-X: Das war wohl nix – Screenshot Facebook

Nicht zu vergessen Jörg Schönenborn, der Meisterwahrsager bei der ARD. Zum Kringeln ist retrospektiv seine mit vollem Ernst vorgetragene Wahlprognose aus dem Jahr 2016, als Bill Clintons Holde, die liebreizende Hillary, gegen Trump verlor. Was allerdings kein Wunder gewesen ist, weil Frau Melania Trump sogar noch mehr Anmut & Liebreiz verströmt, als Frau Hillary Clinton. Schönenborn scheint dennoch von einer gewissen Lernresistenz geplagt zu sein.

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ARD-Wahlprognose 2016: Schönenborn – wer sonst? – Screenshot ARDSolche „Trends“ sind letztlich nichts anderes als das Resultat der vorangegangenen Berichterstattung.
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US-Wahl 2024: Der ARD-„Wahlexperte“ vertraut erneut den Umfragen. 4.11.2024 – Screenshot ARD

Realiter ist die US-Wahl 2024 alles andere als knapp ausgegangen. Wann wird der deutsche Michel endlich wach in Fragen seiner vermeintlich eigenen Meinungsbildung?

Michail Gorbatschow hat über die deutschen Mainstream-Medien einmal behauptet, sie seien die bösartigsten auf der ganzen Welt. Würde er noch leben, könnte es sein, daß er seine alte Aussage ergänzt: Und auch die dümmsten der Welt. Da es nun in der Welt der Westwerte mit ihren Pro-Forma-Demokratien so ist, daß die Medien nicht der Politik folgen, sondern die Politiker den Medien, da schließlich nicht Verleger und Chefredakteure gewählt werden müssen, sondern solche Politiker, die am besten wissen, was der „Souverän“ alles so meint & findet, ist es endlich an der Zeit, neben den Parteipolitikern auch die Medienfuzzis ins Visier zu nehmen. Und zwar mit Priorität. Die sind schier eine noch größere Gefahr für die vielbeschworenen „westlichen Werte“ unserer sogenannten Demokratie.

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