Dumm gelaufen: Die Maulschellen zum Tage
Dumm gelaufen – die Maulschellen zum Tage. Die Ereignisse überschlagen sich. Man kommt kaum hinterher.
Maulschelle Nummer 1

Selbstverständlich müsste Netanyahu verhaftet werden, wenn er deutschen Boden betritt. Praktisch wird das aber keine Bedeutung haben. Wladimir Putin müsste in einem solchen Fall wegen eines Haftbefehls des ICC ebenfalls verhaftet werden. Man hat die Hühner schon leiser lachen hören. Aber die Signalwirkung ist gut. Die ersten Bigotten kotzen bereits im Strahl.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag muß bloß aufpassen, daß er sich nicht lächerlich macht. Er könnte nämlich noch viel mehr Haftbefehle rauslassen. Selenskyj, Graham, Kiesewetter, Strack-Zimmermann, Merz, Baerbock, Hofreiter usw.usf.. Das Resultat wäre allerdings, daß ihn niemand mehr ernstnehmen würde. Russen, Amerikaner und Israelis tun das ohnehin schon nicht. Die haben den Int. Strafgerichtshof (ICC) nämlich nie anerkannt. Ganz im Gegenteil. Die Amerikaner haben vor Jahren bereits damit gedroht, die Niederlande anzugreifen, sollte es der ICC in „the Hague“ wagen, auch nur einen Ami festnehmen zu lassen. Das komme einer Kriegserklärung an die USA gleich, hieß es damals. Aber einerlei: Die überwältigende Mehrheit der Nationen, resp. deren Vertreter, hat schon verstanden, als was dieser Netanyahu und sein geschasster „Verteidigungs“-Minister Gallant zu begreifen sind. Eine harte Nuß für Donald Trump? – Man wird sehen, ob und wie dieser Haftbefehl gegen den Völkermörder und Kriegsverbrecher Netanyahu seine Nahostpolitik beeinflussen wird.
Maulschelle Nummer 2
Apropos „Verteidigungs“-Minister: Ist es nicht seltsam, daß immer von „Putins Angriffskrieg“ in der Ukraine die Rede ist, wo doch die Russen ebenfalls nur ein „Verteidigungsministerium“ haben, aber kein Angriffsministerium? Niemand scheint gern Angreifer sein zu wollen. Seltsam ist auf jeden Fall, daß weltweit einhellige Gewißheit herrscht über die „Sender-Gleiwitz-Geschichte“ im Zusammenhang mit der Uhrzeit „5:45“ am 1. September 1939 und dem Wort „zurückgeschossen“. Oder die Sache mit den „Massenvernichtungswaffen“ im Besitz des Irak 2003. Das war erstunken und erlogen. Wenn es aber um den „sippten Oktoper“ geht, kommt eine Analogiebildung überhaupt nicht in Frage. Klar: Nazis lügen immer und Zionisten lügen nie. Weil nun diese Gewißheit nicht in Zweifel gezogen werden darf, hat auch niemand ein gesteigertes Interesse an der lückenlosen Aufklärung der Frage, wie der „sippte Oktoper“ überhaupt so stattfinden konnte, wie er dann stattfand. Colonel Douglas Macgregor ist – so wie ich, und schon länger als er – der Überzeugung, daß das ohne eine Kollaboration gewisser israelischer Kreise nicht denkbar sei. Macgregor und ich halten den „sippten Oktoper“ nicht für die Ursache des seither laufenden Genozids an den Palästinensern, sondern für dessen Anlaß. Stünde aber fest, daß sich „Ursache“ in „Anlaß“ zu verwandeln hat, dann wäre auch der beliebte Zionistenschnack von der „Verteidigung“ hinfällig.

Maulschelle Nummer 3
„Keine Gewalt gegen Frauen“ ist auch in Australien ein beliebter Slogan. Vermutlich, weil Gewalt an sich schon knorke ist, nur eben gegen Frauen nicht. Und nun sind die Australier auf diplomatischer Ebene doch gewalttätig geworden gegen eine Frau. Ihr Opfer: Die israelische Faschistin und ehemalige Justizministerin Ayelet Shaked. Sie durfte nicht zum Kängurustreicheln (?) einreisen.

Kolumnist Roger Cohen in der „New York Times“ am 29. März 2019: „Tel Aviv – Lasst uns über Faschismus sprechen, das Parfüm, das ich meine. Israel hat eine Wahl am 9. April. Die rechte Justizministerin Ayelet Shaked, die versucht hat, die Befugnisse des Obersten Gerichtshofs einzudämmen und sie als eine Art liberale Elite-Superregierung darzustellen, hat eine Wahlkampfanzeige. Es ist eine interessante Übung im Branding und die unerträgliche Leichtigkeit unserer Zeit. Ein Klavier erklingt. Es erscheint ein Flakon des Faschismus. Shaked sieht schwül aus, eine Hand läuft durch ihre Haare, sie befestigt einen Ohrring, drapiert eine weiße Jacke auf ihren Schultern, hält ein Geländer, während sie die Treppe hinuntersteigt. Die Erzählung auf Hebräisch durchläuft ihre „Vematische Revolution“, ihren „reduzierenden Aktivismus“ und ihre „Beschneiden des Obersten Gerichtshofs“ in einem Ton weicher Sinnlichkeit. Endlich schnappt sie sich ihren Faschismus, sprüht das Parfüm, und in einem guten, schwindellosen israelischen Ton, der mit dem bricht, was ihm vorausgegangen ist, verkündet: „Riecht für mich wie Demokratie.“ (…)“
Maulschelle Nummer 4
Robert F. Kennedy, designierter Gesundheitsminister der Regierung Trump, packte aus über das Wesen der Milliarden an „Ukrainehilfen“, die dem amerikanischen Steuerzahler gestohlen worden waren, um sie in den Taschen von Northrop Grumman, Lockheed Martin, General Dynamics, Boeing, Raytheon, BlackRock und Vanguard verschwinden zu lassen. Wobei BlackRock die zentrale Rolle spielt, da es praktisch nicht ein größeres Unternehmen in egal welcher Branche mehr gibt, an dem BlackRock nicht beteiligt wäre. Im Krieg läuft das Robert F. Kennedy zufolge so: Der alte Schieß- und Explosionskrempel wird aus den amerikanischen Depots herausgeräumt (Entrümpelung) und in Form eines Darlehens an die Ukraine geliefert. Mit den „Hilfsgeldern“ wird dann neuer und besserer Krempel für die amerikanische „Verteidigung“ produziert. Seit Gründung der Vereinigten Staaten haben sich die USA bekanntlich zu 80-90 Prozent der ganzen Zeit irgendwo auf der Welt „verteidigen“ müssen, wenn sie nicht gerade in missionarischer Selbstlosigkeit „freedom & democracy“ zu verteilen hatten. Was die amerikanische Regierung den Ukrainern jedoch als Darlehen überlassen hatte, wird dafür sorgen, daß die Ukrainer auf Generationen hinaus auf keinen grünen Zweig mehr kommen – und arm bleiben werden. So sehr sind sie mit der Rückzahlung ihrer Schulden beschäftigt. Ihre „Sicherheiten“ in Form der besten Ackerböden weltweit, die sie an Cargill, DuPont und Monsanto verhökert hatten, deren größte Anteilseigner ebenfalls BlackRock und Vanguard sind, wären nach einem russischen Sieg resp. einer ukrainischen Kapitulation keine mehr. Die ganze schöne „Marie“ für die ukrainische Ackerkrume wäre futsch.
Hier kommen der Deutsche Friedrich Merz und sein Getreuer Roderich der Kiesewetter ins Spiel. So sahen die beiden aus, als sie noch voll der Siegeszuversicht über den bösen Angriffskrieger Putin nach Kiew reisten.

Daß Friedrich Merz, der deutsche „Oppositionschef“, auf der Gehaltliste von BlackRock stand, weiß inzwischen jedes Kind. Aber was ist sein Kiesewetter, der alte Bellizist, für ein Russophober? Hier läßt sich das nachlesen. Kurz: Bei der Vielzahl an Mitgliedschaften in Clubs und Vereinigungen, denen der ehemalige Oberst der Bundeswehr angehört, müsste sein Tag eigentlich 48 Stunden haben, damit er überhaupt noch Zeit hat, sich um die „Volksvertretung“ zu kümmern. Und was das für Clubs und Vereinigungen sind! Das Tollste ist, daß Kiesewetter von 2009 bis 2013 Obmann seiner Fraktion für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung (von Kriegswaffen) gewesen ist und daß sich kein Mensch erklären kann, was sein Plädoyer für die Lieferung von Tarus-Marschflugkörpern an den Despoten in Kiew mit „Nichtverbreitung“ zu tun haben soll.

So, so, terrorisiert uns der Angriffskrieger Putin also? – Gelogen. Die „wertewestlichen“ Kiesewetters terrorisieren sowohl Russen als auch das ukrainische und das eigene Volk. Und nicht die Nato wird längst angegriffen, sondern die Nato greift längst an. Kiesewetter ist einer der übelsten Tatsachenverdreher von ganz Deutschland. Ein präferenzutilitaristischer Meinungsinhaber wie er im Buche steht, dem Realität und Wahrheit als solche völlig am Allerwertesten vorbeigehen, außer einer: Er muß es unter einen Hut bringen, einer Vielzahl von Interessensinhabern – und das deutsche Volk zählt nicht dazu – gleichzeitig Honig ums Maul zu schmieren. Und zwar einzig und allein zu dem Zweck, seine eigene Karriere zu befördern. Worum ging es nochmal in diesem Artikel? – Ach ja, um Maulschellen. „Am 1. Juni 2024 wurde Kiesewetter an einem Wahlkampfstand in Aalen körperlich attackiert, wobei er sich Schürfwunden und eine Schulterprellung zuzog“, weiß Wikipedia. Kurzum: Wer Merz – schlimm genug – wählen würde, um sich dann – noch schlimmer – in dessen Schlepptau den Kiesewetter einzuhandeln, der braucht keine russische Hyperschallrakete mehr für seinen Dachschaden. Der hat schon einen.
Maulschelle Nummer 5
Im übertragenen Sinne regelrecht maulschelliert in den sozialen Netzwerken wird Robert Habeck für seinen Strafantrag gegen einen unterfränkischen Rentner, der bei „X“ ein Meme mit dem Konterfei Habecks geteilt hatte, das stilistisch wie das berühmte „Schwarzkopf Professional“ gemacht war, mit dem Unterschied, daß „Schwarzkopf“ gegen „Schwachkopf“ ausgetauscht worden war. Meine Güte, was bezieht Habeck, dieser Professional, Meinungsprügel für seinen Strafantrag. Der abgehobene Illusionskünstler kann inzwischen nicht einmal mehr selbst damit rechnen, jemals noch Kanzler von Dunkeldeutschland zu werden, so hat er sich mit diesem Strafantrag (und ca. 700 weiteren) ins eigene Knie geschossen. Ausgearbeitet und zur Unterschrift vorgelegt bekommt Habeck seine Strafanträge wegen „Beleidigung“ – in Deutschland dürfen sich bekanntlich sogar die Nichtbeleidigungsfähigen „beleidigt“ fühlen – von einer Anwaltskanzlei, die sich darauf spezialisiert hat und für die Habeck auch noch Werbung machte. „So done“ heißt dieser advokatische Abmahnverein. Pech nur: Werbung für „So done“ machte auch eine gewisse Daniela Sepehri, Journalistin und Moderatorin, die wiederum in einem Tweet selbst einen anderen Politiker als „Schwachkopf“ tituliert hatte, wie man in diesem Video erfährt.

Das ist es, was aus meinem einstmals wundervollen Heimatland mit seinen derzeit unaushaltbaren Zeitgenossen geworden ist: Maulschellenland. Ein Land, in dem man sofort nach dem Aufstehen in der Früh mit der Neunschwänzigen aus dem Haus gehen möchte, um dem Volk bis zur Abenddämmerung die Klima-, Ukraine-, Corona-, Gender- und „Angriffskrieg“-Scheixxe aus den Krachschädeln zu prügeln. Es ist ja wohl so: Selbst wer sich die schönste aller Regierungsform-Illusionen, die von der Demokratie nämlich, unbedingt bewahren wollte, müsste wenigstens noch verstehen können, daß es dazu Demokraten bräuchte und keine subjektivistischen Meinungsinhaber, die bar jedweder Informiertheit hemmungslos ihren je „eigenkonstruierten Realitäten“ frönen in dem Wahn, das sei der „gesellschaftliche Fortschritt“ mit seiner „Befreiung von“ den „überkommenen Zwängen“. Das ist ein Volk, das vom Neugeborenen bis zum Mittvierziger größtenteils nicht einmal mehr in der Lage sein dürfte, Radieschen anzubauen oder ein Huhn zu schlachten. Geschweige denn, daß es eine Pappel von einer Birke unterscheiden könnte. Aber meinungsstark ist es, daß ein Goebbels vor lauter Neid auf die heutige Medienmacht erblassen würde. Wie sich das äußert, läßt sich in den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke beobachten. Es ist kein Wunder, daß sich die besser gebildeten und besser erzogenen Zeitgenossen aus anderen Weltgegenden ungläubig die Augen reiben, wenn sie zur Kenntnis nehmen müssen, wofür sich die völlig verblendeten, deutschen Meinerleins & Finderleins immer noch halten, obwohl sie bereits die letzten Reste ihrer kulturellen Substanz zusammenkratzen müssen, um überhaupt noch als einigermaßen kultiviert durchzugehen.
Aber Vorsicht! Maulschellen sind verboten. Das Gewaltmonopol liegt beim Staat – und der macht davon schon reichlich Gebrauch. Der darf das nämlich. Obwohl der Staat angeblich „wir alle gemeinsam“ sind.



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